Dentipedia – Wissen rund um Implantate

Hier erhalten Sie genaue Beschreibungen zu fachspezifischen Begriffen aus der Zahnheilkunde und Implantologie. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dentalimplantat Berater, Ihre Spezialisten für Zahnimplantologie Frankfurt, Tel: + 49 69 219 99 244.

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A

Abutment
Das Abutment ist bei Zahnimplantaten das Verbindungsstück zwischen dem Implantat und der Implantatkrone (Suprakonstruktion).

Allergen
allergen = allergisch reagieren, Allergie auslösend

Alveolarkamm
Der Teil des Unterkiefers, in dem die vorderen unteren Schneidezähne sitzen.

Anamnese
Befragung eines Patienten durch einen Arzt mit dem Ziel, die Krankengeschichte des Patienten zu erfassen.


B

Bone Spreading
Methode zum Knochenaufbau , bei der der Kieferknochen auseinander gezpreizt wird und die Lücke mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt wird.

Brücke
Eine Brücke überdeckt eine zusammenhängende Lücke, die mehrere Zähne beinhaltet. Sie wird an beiden Seiten entweder an den bestehenden Zähnen oder an zwei neu gesetzten Implantaten befestigt.

Bukkale Lamelle
Als Bukkale Lamelle bezeichnet man die Knochenwand im Frontzahnbreich des Oberkiefers.

Backward-Planning
Methode der 3D-Implantologie, bei der sich die Positionierung der Implantate nach dem Zahnersatz  richtet. Zunächst wird ein Modell der fertigen Kronen, Brücke oder Prothesen gefertigt. Aufgrund dieses Endergebnisses wird die Implantation dann rückwärts geplant.
mehr zum Backward-Planning


C

Computertomographie
Eine Computertomografie (CT) ist ein bildgebendes Verfahren, das dreidimensionale Schnittbilder erzeugt.


D

Dentalimplantat
Dentalimplantat ist der Spezialbegriff für Implantate im Kieferbereich.

Diskimplantate
Diskimplantate haben die Form eines skelettierten Zylinders und werden seitlich in den Kiefer eingesetzt. Der Halt erfolgt in der harten und gut durchbluteten Außenwand des Knochens. Diskimplantate können unter Umständen sofort belastet werden. Wegen ihrer besonderen Form sollen sie auch bei geringer Knochenhöhe bzw. fortgeschrittenem Knochenschwund eine stabile Einheilung gewährleisten.

Distrahieren
Teile des Kieferknochens strecken.

Distraktionsosteogenese
(Distraktion=Dehnung; Osteogenese=Knochenneubildung)
Bei der Distraktionsosteogenese handelt es sich um ein neues Verfahren zur Knochenhöhengewinnung bei Teildefekten des Kieferknochens. Man spricht von „vertikaler Kallusdistraktion des Alveolarkammes“.

Digitale Volumentomographie
Die digitale Volumentomographie (DVT) kommt bevorzugt in der Kieferchirurgie und Zahnheilkunde zum Einsatz. Die DVT erstellt ein dreidimensionales Bild von der Knochenstruktur bis zu allerfeinsten Nerven und bietet damit beste Voraussetzungen für eine exakte Diagnose.

3D-Implantologie
3D-Implantologie ist ein modernes Verfahren der Implantation. Auf Basis von dreidimensionalen Röntgenaufnahmen wird die Implantation am PC präzise geplant. Die virtuelle Implantation wird dann per Bohrschablone in den Kiefer übertragen.


E

Einheilungszeit (Einheilungsphase)
Mit der Einheilungszeit wird der Zeitraum bezeichnet, den die Wunde des chirurgischen Eingriffes benötigt, um zu verheilen.

Einteilige Zahnimplantate
Hier sind Implanat und Aufbau (Abutment) aus einem Teil gefertigt. Nach der Implantation ragt der Aufbau aus dem Zahnfleisch heraus, das Implantat heilt offen ein.

Elastizitätsmodul
Der Elastizitätsmodul ist ein Materialkennwert aus der Werkstofftechnik, der den Zusammenhang zwischen Spannung und Dehnung bei der Verformung eines festen Körpers bei linear elastischem Verhalten beschreibt.

Emergenzprofil
Das Emergenzprofil bezeichnet die Stelle, an der das Implantat aus dem Zahnfleisch austritt. Diese Zone ist für die Ästhetik beim Implantat besonders wichtig und erfordert besonderes Know-how des Implantologen.


F

Feste Zähne
Im Gegensatz zum herausnehmbaren Zahnersatz sind feste Zähne (fest verankerter Zahnersatz) fest mit dem Kiefer verbunden und können selbst zum Reinigen nicht heraus genommen werden.
Mehr zu festen Dritten Zähnen

Freiendsituation
Die Freiendsituation erklärt sich schon fast von selbst. Der oder die fehlenden Zähne sitzen waren am Ende einer Backenzahnreihe und Ihnen fehlt für eine Brücke der letzte Zahn.


G

Gegenkiefer
Als Gegenkiefer bezeichnet man den Kiefer der der zu behandelnden Kieferseite gegenüber liegt.

Gingiva
lat. für Zahnfleisch


H

Herausnehmbarer Zahnersatz
Im Gegensatz zum fest verankerten Zahnersatz ist der herausnehmbare Zahnersatz nicht dauerhaft befestigt. Er kann zur Mundhygiene und zur Nachtzeit herausgenommen und gereinigt werden.
Mehr zu herausnehmbarem Zahnersatz


I

Implantatchirurgischer Eingriff
Der implantatchirurgische Eingriff, ist der Behandlungsteil, bei dem das Unterteil des Implantates in den Kiefer eingesetzt wird.

Implantate
Implantate bestehen aus Titan, das wie körpereigenes Gewebe angenommen wird. Implantate werden in die Zahnlücke gesetzt und bilden eine stabile Basis für die neuen Zähne. Sie funktionieren wie natürliche Zahnwurzeln.

Implantatgetragener Zahnersatz
Der Zahnersatz, egal ob Brücke, Prothese oder Einzelzahn werden auf Implantaten befestigt.

Implantation
Einbringen eines Implantats in den Körper bzw. Kieferknochen.

Implantationstechnik
Mit Implantationstechnik bezeichnet man die unterschiedlichen Implantierungsarten der verschiedenen Implantatsysteme (kleben, schrauben etc.).

Implantatpflege
Implantate benötigen gründliche und intensive Pflege. Regelmäßige Kontrollen und Vorsorge beim Zahnarzt sind zwingend erforderlich, um Entzündungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Mehrmaliges tägliches Putzen gehört genauso zur Implantatpflege wie Zahnseide und Interdentalbürsten.
Mehr zur Implantatpflege

Implantatsysteme
Implantatsysteme sind die verschiedenen Formen von implantierbaren Befestigungsmitteln die im Kieferbereich benutzt werden.

Implantatverlust
Durch Fehlbelastung, Entzündungen (Periimplantitis) oder schlechtes Einheilen kann es zur Lockerung des Implantats kommen. In diesen seltenen Fällen kann das Implantat ggf. ersetzt werden.

Immunologisch
Immunologisch = das Immunsystem betreffend

K

Knochenblock-Transplantation
Eine Methode zum seitlichen Knochenaufbau, bei der aus dem Kinn- oder Kieferseitenkamm ein Stück Knochen entnommen wird. Die Knochenblöcke werden mit kleinen Titanschrauben befestigt.

Knochendefekt
Als einen Knochendefekt bezeichnet man all die unregelmäßigen Knochenausbildungen, die vor einer Implantation bereinigt werden müssen.

Knochendefizit
Als Knochendefizit bezeichnet man Mangel an Knochenmaterial an der für das Implantat gedachten Stelle.

Knochenersatzmaterial
Als Knochenersatzmaterial werden Späne oder Blöcke des eigenen Knochens verwendet  oder auch künstliches Knochenersatzmaterial. Weiterhin dienen Knochenmembrane als Untergrund für neuen Knochen. Thrombozytenreiches Plasma, das dem Knochenaufbau zugesestzt wird, unterstützt die Knochenbildung.

Knochenregeneration
Die Neubildung von Knochensubstanz durch künstliche oder natürliche Knochensubstanz.

Knochenschwund
Knochenschwund entsteht, wenn ein Bereich des Kiefers beim Kauen nicht belastet wird. Er bildet sich zurück. Beispiel: unter einer Brücke, in dem Bereich der ohne Wurzel ist.

Krone
Mit Krone wird der Teil eines Einzelzahnersatzes genannt, der den oberen Teil des Zahnes imitiert.


M

Mehrteilige Zahnimplantate
Mehrteilige Implantate bestehen aus dem im Knochen verankerten Körper, dem im Bereich der Mundschleimhaut liegenden Halsteil und dem Kopfteil, das die Suprakonstruktion trägt. Die drei Teile werden miteinander verschraubt.

Membrantechnik
Hierbei wird zur Unterstützung der Knochenregeneration eine Membran in dem Bereich implantiert, in dem sich der neue Knochen bilden soll. Diese Membran unterstützt das Knochenwachstum.


O

Örtliche Betäubung
Im Gegensatz zur Vollnarkose ist der Patient nicht vollkommen betäubt, sondern nur der Bereich schmerzfrei gemacht, der behandelt wird. Der Patient ist bei vollem Bewusstsein.

Osseointegration
Osseointegration beschreibt den Einheilungsprozess des Implantats in den Kieferknochen. Rund um das Implantat bilden sich neue Knochenzellen, durch die das Implantat mit dem Knochen zu einer festen Einheit wird.


P

Parodontitis
Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Verursacht wird die Krankheit durch Bakterien, die sich im Zahnbelag und im Zahnstein befinden und das Zahnfleisch angreifen. Eine unbehandelte Paradontitis kann zu Rückgang des Zahnfleisches und zu Zahnverlust führen.

Paratontalchirurgischer Eigriff
Dies ist ein Eingriff am Zahnfleisch, bei dem die Ursache eines Zahnfleischrückganges oder einer Zahnfleischentzündung behoben werden.

Primäre Stabilität
Mit primärer Stabilität, wird die Anfangsfestigkeit des Implantates direkt nach dem Einsetzen bezeichnet.

Prophylaxe
Prophylaxe ist eine professionelle Zahnreinigung, die von einer Dentalhygienikerin durchgeführt wird. In verschiedenen Schritten werden die Zähne gründlich von Belägen, Zahnstein und Kongremten befreit, einem festen Film der sich in den Zahnfleischtaschen bildet und Parodontitis oder Periimplantitis verursachen kann. Prophylaxe ist somit ein wichtiger Schritt zum
Zahnerhalt.

Prothese
In der Zahnmedizin steht der Begriff Prothese für Zahnersatz im Allgemeinen und im Speziellen für Zahnersatz, der mehrere Zähne ersetzt.

Provisorischer Zahnersatz
Der provisorische Zahnersatz ist der Zahnersatz, welcher in der Einheilungsphase vom Patienten benutzt wird. Danach wird er nicht mehr gebraucht.

Periimplantitis
Periimplantitis ist eine Entzündung des Implantatbetts, die durch Bakterien entsteht. Wenn die Entzündung nicht behandelt wird, kann sie Zahnfleisch und Knochen nachhaltig schädigen und zur Lockerung des Implantats führen – bis hin zum Verlust.


R

Risikopatient
Ein Risikopatient ist in den meisten Fällen schon durch eine bestehende Krankheit vorbelastet. Sein Immunsystem ist angeschlagen, so dass der Heilungsprozess erschwert wird. Risikopatienten sind auch Patienten mit einer bestimmten Medikation, die evtl. eine Behandlung ausschließt.

Rotationssymmetrische Implantate
Dieser Begriff beschreibt die Art, wie diese Implantate (Schraubenimplantate) befestigt werden.


S

Sinuslift
Sinuslift ist eine Methode zum Knochenaufbau des Oberkiefers. Hierbei wird der Knochen unterhalb der Kieferhöhle verdickt, so dass ein Implantat stabil verankert werden kann.

Stationäre Behandlung
Behandlung erfolgt im Krankenhaus, das Gegenteil von ambulant.

Socket-Preservation
Methode des Knochenaufbaus, um die Knochensubstanz im Frontzahnbereich des Oberkiefers zu erhalten. Bei der Socket-Preservation wird direkt nach der Zahnentfernung das Zahnfach mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt und verschlossen.

Sofortimplantat
Beim Sofortimplantat wird gleichzeitig mit der Zahnentnahme das Implantat eingesetzt und mit provisorischem Zahnersatz versorgt.

Spätimplantat
Bei dieser Methode der Implantation lässt man nach Entfernung der Zähne die Wunde zunächst abheilen. Nach ca. 3 Monaten wird dann das Implantat eingepflanzt.

Suprakonstruktion
Suprakonstruktion ist der Sammelbegriff für alle Arten von Zahnersatz (Brücke oder Krone) und Aufbauten, die auf ein Implantat aufgesetzt werden.


T

Thrombozytenreiches Plasma
Dies ist blutplättchenreiches Plasma, mit dem mehr Sicherheit und schnellere Regeneration des Implantatlagers erreicht wird, da in dem plättchenreichen Plasma knochenwachstumsfördernde Substanzen in konzentrierter Form enthalten sind.

toxisch
toxisch = giftig, vergiften


V

Vollnarkose
Im Gegensatz zur örtlichen Betäubung wird bei der Vollnarkose der Patient vollständig betäubt. Er ist ohne Bewusstsein und bekommt von der Behandlung nichts mit.


Z

Zahnimplantate
Dies sind spezielle Implantatsysteme, die zum Befestigen von Zahnersatz hergestellt werden.

Zahnwurzelersatz
So bezeichnet man jegliche Form der Befestigung des Zahnersatzes im Kiefer, der in den Kiefer hinein implantiert wird.

Zweiteiliges Zahnimplantat
Bei zweiteiligen Implantaten sind Implantatkörper und Implantataufbau getrennt. Der Implantatkörper wird in den Knochen eingepflanzt und heilt dort geschlossen ein. Der Aufbau, das Abutment,  wird später daraufgesetzt.

Zygoma-Implantate
Zygoma-Implantate sind eine interessante Alternative zu Knochentransplantationen im Falle von starkem Knochenabbau im zahnlosen Oberkiefer. Spezielle, sehr lange (ca. 50mm) Implantate werden im Jochbein (lateinisch: Os zygomaticum) verankert und dienen zur Abstützung einer festen Implantatbrücke. Das Knochenvolumen des Jochbeins bleibt auch im Fall von Knochenschwund im Kieferbereich ziemlich stabil.

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