Seit wann werden Implantate als Zahnersatz verwendet?
Feste dritte Zähne – an nur einem Tag zu einem schönen Lächeln.
Professor Per-Ingvar Brånemark
Feste dritte Zähne – an nur einem Tag zu einem schönen Lächeln.
Professor Per-Ingvar Brånemark
Bereits die alten Mayas verwendeten geschliffene Muscheln als implantierten Zahnersatz. Das moderne Zahnimplantat wurde jedoch erst Mitte des 20. Jh. erfunden. 1965 fertigte Professor Per-Ingvar Brånemark erstmals für einen Patienten mit deformiertem Kiefer Titanimplantate an. Diese wurden in den Kieferknochen eingebracht und bildeten die Basis für eine Prothese, mit der der Patient erstmals normal essen und sprechen konnte. Die Implantate hielten 40 Jahre lang bis zu seinem Tod.
Grund für die Langlebigkeit der Implantate ist die Osseiointegration. Dieser Begriff wurde von Prof. Brånemark erstmals definiert. Osseointegration bezeichnet die direkte Anlagerung von neuen Knochenzellen an die Oberfläche des Implantats, wodurch das Implantat die Stabilität eines natürlichen Zahns erhält.
Eine Langzeit-Verlaufstudie für Implantate über 20 Jahre:
Survival of the Brånemark Implant in Partially Edentulous Jaws: A 10-Year Prospective Multicenter Study (PDF):
A Long-Term Follow-up Study of Osseointegrated Implants in the Treatment of Totally Edentulous Jaws (PDF):
Seitdem haben Millionen von Menschen weltweit von Per-Ingvar Brånemarks Entdeckung profitiert, die Zahl der erfolgreich behandelten Patienten steigt stetig. Implantologische Kompetenzzentren befassen sich permanent mit der Erforschung von bewährten und neuen Komponenten und Designs. So werden höchstmögliche Standards für Sicherheit und Wirksamkeit eingehalten. Per-Ingvar Brånemarks größtes Vermächtnis ist es, dass medizinische und zahnmedizinische Schulen nun Implantologie fester Bestandteil der Lehrpläne ist. Das Streben nach ständiger Verbesserung war in seinem Berufsleben von höchster Bedeutung und spiegelte sich in dieser oft wiederholten Maxime wider:
„Wir dürfen niemals vergessen, dass aus Sicht des Patienten die Kriterien, die Preise und Auszeichnungen zwischen Erfolg und Misserfolg unterscheiden, immer die Schlüsselfragen sind, denen wir als Team gegenüberstehen.”